Architektur-USP · Scopes

Eine Buchung.
Mehrere Bücher.
Eine Wahrheit.

Scopes sind keine Tags und keine Kategorien. Sie sind die operativen Geschäftsregeln eures Unternehmens — Abrechenbarkeit, Stundensatz, Budget-Topf, HR-Workflow und UI-Default in einem konfigurierten Bündel. Sie vererben sich über jede Ebene des Projektgraphen, lassen sich pro Projekt punktuell überschreiben — und jede Zelle zeigt, woher ihr Wert kommt.

18+ Verhaltens-Properties pro Scope
49 vererbte Properties pro Projekt
9 Ebenen Vererbungstiefe

Anatomie eines Scopes

18 Verhaltens-Properties.
Eine konfigurierte Geschäftsregel.

Ein Scope in Temporalis EMS ist ein Bündel aus Bool-Flags, Defaults und Referenzen, die ihn gleichzeitig zur Abrechnungs-Regel, HR-Kategorie, Budget-Topf, Stundensatz-Träger und UI-Voreinstellung machen. Ein Tag kennt davon kein einziges Feld.

01

Abrechnung

Wer steht auf der Rechnung — und wie?

  • Abrechenbar Stunden gehen direkt auf die Kundenrechnung.
  • Indirekt abrechenbar Fließt in die interne Kostenrechnung — taucht aber auf keiner Kundenrechnung auf.
  • Auf Rechnung ausblenden Eintrag wird beim Faktura-Lauf nicht als Position aufgeführt.
  • Stundensatz verbergen Rate und Umsatz erscheinen im Bericht als „—" statt als Betrag.
  • Auslage / Spesen Buchung wird als Beleg geführt, nicht als geleistete Zeit.
02

Planung & HR

Soll/Ist, Abwesenheit, Festpreis.

  • Plan-fähig Soll-Stunden für Forecast und Kapazitätsplanung erlaubt.
  • HR-Scope Aktiviert Antrag, Genehmigungs-Workflow und Saldo-Tracking (z. B. Resturlaub).
  • Festpreis-Scope Budget gilt als Pauschale — nicht als geplante Stundenmenge.
03

Defaulting

Was schlägt der Editor automatisch vor?

  • Auf jedes Projekt setzen Neue Projekte bekommen den Scope automatisch zugeordnet.
  • In jeder Zeitbuchung vorausgewählt Im Buchungs-Editor ist der Scope von Anfang an aktiv.
  • Default je Projekt-Typ Voreinstellung greift nur bei bestimmten Projekt-Arten (z. B. Festpreis vs. T&M).
  • Auf jeden Tarif/Item setzen Neu angelegte Tarif-Positionen erben den Scope automatisch.
04

Zeitarten-Whitelist

Welche Zeitarten überhaupt erlaubt sind.

  • Erlaubte Zeitarten Liste der Buchungs-Typen, die für diesen Scope zulässig sind — Falsch-Buchungen werden bereits im Editor verhindert.

Beispiele:

  • Arbeit
  • Urlaub
  • Krankheit
  • Pause
  • Dienstreise
  • Kind krank
05

Stundensatz & UI

Default-Rate, Rabatt, Kalenderfarbe.

  • Default-Stundensatz Voreingestellte Rate — wird genutzt, falls Projekt oder Mitarbeiter keinen abweichenden Satz tragen.
  • Standard-Rabatt Voreingestellter Nachlass auf den Stundensatz dieses Scopes.
  • Kalenderfarbe & -stil Wie der Scope im Kalender und in Listen-Ansichten erscheint.
  • Editor-Icon Symbol in Auswahl-Menüs und im Buchungs-Editor.
  • iCal-Synchronisierung Buchungen erscheinen im persönlichen Kalender (CalDAV/iCal-Feed).

Jede dieser Properties wird zusammen mit dem Scope tenant-weit definiert und folgt dem Projektgraphen über die 0..9 INBOUND-Vererbung — nicht copy/paste je Projekt.

01

Szenario · Beratung

Intern und extern,
parallel — mit getrennter Doku.

Eine Senior-Beraterin sitzt zwei Stunden mit einer Junior-Kollegin im Kunden-Workshop. Aus Kundensicht ist das eine berechenbare Beratungsleistung. Aus interner Sicht ist es gleichzeitig Mentoring zur Personalentwicklung. Bisher: zwei Tools, doppelte Buchung, unterschiedliche Wahrheiten. Mit Temporalis EMS:

  • Mehrere Scopes in einem Klick. Im Add-Modus wählt sie „Extern Consulting" und „Intern Mentoring" gleichzeitig — der Editor erzeugt zwei verbundene Buchungen.
  • SharedKey verbindet beides. Beide Einträge tragen dieselbe Korrelations-ID — Auswertungen können sie gruppieren, Korrekturen pflanzen sich automatisch fort.
  • Eigene Beschreibung pro Buch. Was auf der Kundenrechnung steht, hat nichts mit dem internen Mentoring-Vermerk zu tun. Beide Texte werden separat persistiert.
  • Eigener Stundensatz pro Scope. Die Rate-Auflösung läuft pro Scope durch die Matrix Projekt × User × Scope × Rolle — extern 180 €, intern 90 €, automatisch.

„Ein Update, zwei Bücher. Fakturierung und Controlling sind im selben Moment beide richtig."

02

Szenario · F&E / Innovation

Forschung & Entwicklung
als eigener, sauberer Topf.

Forschungszulagen, Innovations-Boxen, FuE-Reportings — alle wollen sauber abgegrenzte Stundenmengen. Mit Temporalis EMS konfiguriert ihr einmal einen Scope „F&E", und ab dem ersten Zeiteintrag fließen die Daten in den richtigen Topf.

  • Konfigurierte Scope-Definition.isBillable=false, isIndirectlyBillable=true — fließt in die interne Kostenrechnung, taucht aber auf keiner Kundenrechnung auf.
  • Eigener Stundensatz, eigene Auswertung. Filter „Scope = F&E" liefert auf Knopfdruck den Stundenstand pro Mitarbeiter und Projekt — Grundlage für die Forschungszulage-Bescheinigung.
  • Vererbt durch den Projektgraph. Einmal an der Holding gesetzt, ist „F&E" automatisch in jedem Tochter-Projekt verfügbar — kein Pflegen pro Sub-Mandant.
03

Szenario · HR & Mitarbeiter

Individuelle Mitarbeiter-Scopes —
mit Genehmigungsfluss inklusive.

Urlaub, Krankheit, Schulung, Weiterbildung, Elternzeit — das sind keine Tags, das sind Geschäftsprozesse mit Antrag, Genehmigung, Saldo und Soll/Ist-Effekt. In Temporalis EMS sind sie als HR-Scopes erste-Klasse-Bürger.

  • isHRScope koppelt an Approval-Workflow. Anträge laufen über Vorgesetzten, HR und ggf. Stellvertretung — mit Status, Audit-Log und AU-Zertifikat-Anhang.
  • Zeitarten-Whitelist verhindert Fehlbuchungen.supportedTimeEntryTypes = [vacation, sick, childSick] — Workzeit kann hier per Definition nicht gebucht werden.
  • Saldo automatisch berechnet. Resturlaub, Krankheits-Quote, Weiterbildungs-Stand — alles aus genehmigten Buchungen, nicht aus parallel gepflegten Excel-Listen.
04

Szenario · Konzern & Pro-Rata

Eine Holding, drei Töchter, hundert Projekte —
eine Wahrheit.

Die Holding definiert einmal: „Stundensatz Consulting = 120 €, Gesamtbudget 100.000 €." Die Töchter erben automatisch. Die Sub-Projekte ebenso. Wer punktuell abweicht, setzt einen Override — der Rest der Hierarchie bleibt unberührt.

  • Pro-Rata-Aufteilung mathematisch im Server. 100 k € durch 4 parallele Geschwister-Projekte = 25 k € pro Projekt — kein Excel dazwischen, keine Drift zwischen Sichten.
  • Override-Pattern statt Pure-Inherit. Wer einen Premium-Kunden mit 150 €/h hat, überschreibt nur diese eine Zelle. Die Vererbungskette bleibt intakt; bei späterem Reset fällt das Feld auf den Eltern-Wert zurück.
  • Source-Felder machen Vererbung auditierbar. Jede Zelle weiß, welcher Vorfahre sie geliefert hat. Auditing ohne Rückwärtsrechnen — und ohne Vermutungen.
  • Pro-Rata UND Absolut parallel sichtbar. Auftraggeber sieht das Gesamtbudget, Team-Lead sieht seinen Anteil, Controller sieht beides — aus derselben Datenbasis, in derselben View.

Abgrenzung

Warum Scopes
mehr sind als Tags oder Kategorien.

Auf den ersten Blick scheinen Tags, Kategorien und Scopes austauschbar — alle drei klassifizieren irgendwie. Im Code von Temporalis EMS sind das aber drei verschiedene Konstrukte mit drei verschiedenen Aufgaben.

EigenschaftScopeTagKategorie
Steuert Abrechenbarkeit (5 Flags)
Trägt Stundensatz + Matrix-Auflösung
Vererbt durch den Projektgraph (0..9 INBOUND)
Pro-Rata-Budget pro Scope
Whitelist erlaubter Zeitarten
HR-Workflow + Genehmigung
Defaulting in Editoren (3 Flags)
Volltextsuche-Filter

Tags und Kategorien sind in Temporalis EMS weiterhin verfügbar — für Volltext-Klassifikation und Sucherweiterung. Aber das Schwergewicht der operativen Geschäftslogik liegt im Scope.

Ihr Modell. Ihre Regeln.
Auf jeder Ebene vererbt.

Konfiguriert eure Scopes in einer 30-minütigen Live-Demo — wir bilden ein konkretes Szenario aus eurem Geschäft auf dem Projektgraphen ab und zeigen, wo die Vererbung euch in der Praxis Zeit spart.